Zuchtstätte im Deutschen Dalmatiner-Club von 1920 e.V. (VDH/FCI)


Stella heißt laut Stammbaum Estella von Scheßlitz, ist weiß-schwarz und beidseitig hörend, geboren am 10.08.2003. In ihrem Wurf wurden 9 von 11 Welpen (alle hörend!) audiometrisch untersucht. Alle untersuchten Welpen waren beidseitig hörend. Somit verwundert es auch nicht, dass bis jetzt (C- und D-Wurf von den Sieben Domänen) auch ihre Welpen alle beidseitig hörend waren. Für den E-Wurf sind wir auch sehr optimistisch, da auch die Nachkommen des dafür gewählten Rüden Baffo bisher alle beidseitig hörend waren.

Zu Stella haben wir nun noch einen silbernen Pudel namens Kiki genommen, der unsere Familie hervorragend ergänzt und immer gute Laune verbreitet.

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Seit ich denke konnte, wollte ich einen Hund haben. Leider war meine Familie immer der Meinung die Verantwortung wäre zu groß. Es wäre zu viel Arbeit, ein Hund mache Schmutz und so weiter und so fort. Keiner von ihnen konnte sich vorstellen, das die Freude, die man durch so einen "schmutzigen" vierbeinigen Freund erlebt, die Scherereien x-mal wett macht. Keiner außer mir. Kaum war ich 18 Jahre alt geworden, kam ich zu dem Schluss, mir jetzt einfach selbst einen Hund zu kaufen (schließlich war ich ja erwachsen). Ich hatte natürlich keine Ahnung, wo man einen Hund kaufen konnte (damals gab es nämlich noch kein Internet - ja - so alt bin ich) und schaute deshalb in die gelben Seiten. Dort fand ich eine Adresse in der Nähe, zu der ich auch gleich fuhr. Dort angekommen empfing mich ein älterer Herr umwimmelt von ca. 100 Hunden. Nachdem ich erklärt hatte, das ich nur DM 150,- besaß, suchte er mir 5 junge Hunde aus, von denen ich mir einen aussuchen durfte. So bekam ich meine Cindy. Dieser Herr war ein typischer Massenzüchter, was mir jedoch damals überhaupt nicht auffiel. Ich war viel zu uninformiert, als dass mir irgendetwas seltsam vorgekommen wäre. Ein Jahr später wurde diese "Zucht" vom Veterinäramt zum Glück aufgelöst.

Doch zurück zu meiner Cindy. Meiner Familie fiel der Hund gar nicht besonders auf, da er zwei!!! Wochen nur unter der Heizung versteckt war. Nur dass ich die meiste Zeit davor saß, war doch ungewöhnlich. Nach dieser Zeit hatte Cindy sich an mich gewöhnt. Durch die Vernachlässigung, die sie zuvor erfahren musste, hatte sie jedoch eine starke Trennungsangst entwickelt. Sie wich mir nicht mehr von der Seite und knurrte oder biss jeden, der sich mir zu schnell näherte. War ich nicht da, so saß sie vor der Tür und starrte stundenlang auf das Holz ohne etwas zu essen oder zu trinken.

Die Tröstungsversuche meiner Familie (die jetzt alle Mitleid mit dem Hündchen hatten) wurden von ihr ignoriert. Einzig mein Großvater (der immer am meisten gegen einen Hund gewettert hatte) konnte ihr Vertrauen gewinnen.

Als sie sechs Jahre alt war, suchten wir eine Spielkameraden für sie und für uns.

Durch Erfahrung klug geworden, gingen mein jetziger Mann und ich erstmal in die Bücherei, um uns über die verschiedenen Hunderassen zu informieren. Uns geriet dabei ein sehr interessantes Buch in die Hände, in welchem die Eigenschaften und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Rassen diskutiert wurde. Beim Dalmatiner war als einziger Nachteil aufgelistet: ist sehr liebesbedürftig. Na, dachten wir, das kann man ja wohl kaum als Nachteil empfinden.

Und so kamen wir zu unserer Luna (auch genannt Luni- Bluni) obwohl sie ja eigentlich Aika von Schneebach heißt.

Diesmal machten wir alles richtig. Wir erkundigten uns beim VDH nach Dalmatinervereinen und fanden so einen hervorragenden Züchter bei Hannover. Die Zuchthündin war ein geliebtes Haustier und hatte im Garten eine wunderschöne Welpenanlage, wo die vielen kleinen Pünktchen rumliefen. Dass Luna so dunkel war, hatte uns gerade gefallen, da wir anfangs diese doch oft sehr weißen Dalmatiner mit ein paar Punkten als etwas "affig" empfanden, so in Richtung Pudel, jedenfalls zu "gemalt" für unseren Geschmack. Auch heute mag ich Dalmatiner mit vielen lustigen Punkten.

Luna genoss von unserer Cindy eine herrvoragende Erziehung. Cindy war eine strenge alte Tante, die der Kleinen nichts durchgehen ließ. Luna verdankt ihr und ihrer guten sozialen Prägung ihr wunderbares Wesen. Sie hat mit ihren jetzt immerhin schon 13 Jahren noch nie irgendeinem Wesen- sei es Hund, Katze oder Mensch etwas anderes als Freundlichkeit entgegengebracht.
Auch wenn sie von anderen mal angepöbelt wurde, hat Luna immer mit perfekten Hundemanieren (d.h. bei Hunden : z.Bsp. sich seitwärts abwenden oder sich uninteressiert zeigen) jeden anderen von einer ernsthaften Rauferei abgebracht.

Leider bekam Cindy schon sehr früh (mit 8 Jahren) starke Gelenkprobleme, die anfangs ganz gut behandelt werden konnten, wenig später wurde bei einer Kontrolluntersuchung überall Metastasen entdeckt.

Nachdem Cindy gestorben war, suchten wir einen neuen Freund für uns und Luna und fanden in einem Tierheim die 1-jährige Citty (sprich Kitty).

Citty war von ihren Besitzern abgegeben worden, weil diese krank wurden und mit dem munteren Hund überfordert waren.

Citty hatte leider schon einige Zeit in einer Tierpension verbracht, als wir sie zu uns holten.

Citty hatte Temperament für 4 Hunde. Sie war immer für alles "Feuer und Flame". Stürmisch und voller Energie hielt sie uns oft in Atem - entschädigte uns aber auch mit ihrer vollständigen Hingabe. So musste ich bei Spaziergängen einem Fremden gegenüber nur leichte Bedenken haben - sie spürte es und ging drohend vor mir her, so dass ich mich mit ihr nachts durch jede Großstadt gewagt hätte. Als im Jahr 2000 meine Tochter viel zu früh geboren wurde, war sie so besorgt als wir Lilly zu Hause hatten, dass sie mir und dem Baby auf Schritt und Tritt folgte. (Luna und mein Sohn Maximilian schlossen sich aus Sympathie an, so dass ich mir oft wie der Rattenfänger von Hammeln vorkam mit meinem kleinen Gefolge (dies nur am Rande - weil es mich immer so aufregt, wenn Leute ihren Hund weggeben, wenn sie ein Kind bekommen - ich hatte damals wirklich Stress - aber deswegen entsorgt man doch kein Familienmitglied))
Luna, Max und Citty
Luna (hinten links) mit Maximilian und Citty (vorne rechts)

Beide Dalmatinerdamen wurden im DDC zur Zucht zugelassen, aber Luna lehnte jeden Dalmatinerrüden als Vater ihrer Kinder ab. Die ohnehin rassetypischere Citty hatte 2 Würfe. Leider hatte sie wenig Zeit, ihren Ruhestand zu genießen. Citty wurde mit nur 9 Jahren von Unbekannten vergiftet. Einige Zeit war Luna Einzelhund, dann hielten wir es nicht mehr aus und kauften eine neue Hündin dazu. Stella (Estella von Scheßlitz *10.08.2003) hat die Zuchtzulassung bestanden und wurde nun Mutter unseres C-Wurfes. Stella zeichnet sich vor allem durch ihre sanfte, leichtführige Art aus. Sie ist ein idealer Familienhund. Wir hoffen natürlich, daß sie das an ihre Kinder weitergibt. Luna steht ihr mit ihren 13 Jahren brav zur Seite. Leider hat uns Luna zwischenzeitlich ebenfalls verlassen. Als Zweithund zog nun Pudeldame Kiki ein.

Auch wenn er kein Hund ist, sei an dieser Stelle unser Welpensitter TomTom erwähnt. Kater TomTom spielt und tobt mit den Welpen über den Hof und bringt ihnen so bei, daß es nicht nur Hunde auf der Welt gibt. ;-)